News & Stories
 News
 Stories
 Reportagen
 Pressemitteilungen
 
 
 
Berlin Marathon 2007

Haile Gebrselassie läuft Weltrekord

Bei seinem zweiten Weltrekordversuch in Berlin war Haile Gebrselassie erfolgreich. Mit 2:04:26 Stunden verbesserte er die Zeit des Kenianers Paul Tergat um knapp eine halbe Minute.

Hailes Zieleinlauf zum Download als Wallpaper
800 x 600
1024 x 768

Haile Gebrselassie hat seine Ankündigung wahr gemacht und beim Berlin-Marathon einen neuen Weltrekord aufgestellt. Mit 2:04:26 Stunden verbesserte der 34-jährige den bisherigen Rekord des Kenianers Paul Tergat, den dieser vor vier Jahren ebenfalls in Berlin aufgestellt hatte um knapp eine halbe Minute. Hinter seinen Tempomachern lief Gebrselassie die erste Hälfte in 62:29 Minuten, bis km 30 hatte er noch die Unterstützung seiner Mitläufer, unter ihnen auch der diesjährige Hamburg-Sieger Rodgers Rop. Doch auch nachdem seine Hasen alle ausgestiegen waren, kam es bei Gebrselassie im Gegensatz zum letzten Jahr nicht zu einem Tempoeinbruch.

Die Zwischenzeiten von Haile Gebrselassie

5

10

15

20

HM

25

30

35

40

Ziel

0:14:44 0:29:27 0:44:16 0:59:10 1:02:29 1:14:05 1:28:56 1:43:38 1:58:08 2:04:26

Mit der Siegerzeit von Haile Gebrselassie ist Berlin der einzige Marathonkurs weltweit, auf dem Zeiten unter 2:05 Stunden gelaufen wurden, neben dem Äthiopier schafften das 2003 die Kenianer Paul Tergat und Sammy Korir.

Schon kurz nach dem Zieleinlauf gibt Haile Gebrselassie die ersten Interviews.  Jetzt hat er sein Ergebnis auch schwarz auf weiß in den Händen.
Paul Tergat gratuliert per Handy.  Platz 2: Abel Kirui

Der Kenianer Abel Kirui, der im letzten Jahr als Pacemaker durchlief und Neunter wurde, schaffte als Zweiter mit der persönlichen Bestzeit von 2:06:51 Stunden ebenfalls noch eine Weltklassezeit, auf Platz drei kam mit Salim Kipsang (2:07:29 h) ein weiterer Kenianer. Philip Manyim, der als Sieger des Jahres 2005 zu den größten Konkurrenten für Haile Gebrselassie gezählt wurde, blieb mit 2:08:01 Stunden nur 20 Sekunden über seiner Bestzeit und kam damit auf den vierten Platz.

 Platz 3: Salim Kipsang  Platz 6: Lee Troop

Bester Nicht-Afrikaner war der Australier Lee Troop mit 2:10:31 Stunden auf Platz sechs. Einen Platz dahinter überquerte der Pole Arkasiusz Sowa (2:12:00 h) schnellster Europäer die Ziellinie. Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:19:06 Stunden lief Falk Cierpinski (SG Spergau) als erster Deutscher auf Platz 23. Den Familienrekord seines Vaters Waldemar, der 1976 und 1980 Olympiasieger war, konnte er jedoch nicht unterbieten. Alexander Lubina (TV Wattenscheid), der auf der ersten Hälfte von seinem Vereinskameraden Jan Fitschen als Tempomacher begleitet wurde, gab das Rennen vorzeitig auf.

 Bester Europäer auf Platz 7: Arkadiusz Sowa aus Polen  Schnellster Deutscher: Falk Cierpinski mit persönlicher Bestzeit auf Platz 23

Bei den Frauen konnte die Äthiopierin Gete Wami ihren Vorjahressieg in 2:23:17 Stunden wiederholen. Sie wird in fünf Wochen in New York schon wieder an den Start gehen, um die WMM-Wertung zu gewinnen.

Die Zwischenzeiten von Gete Wami

5

10

15

20

HM

25

30

35

40

Ziel

0:16:33 0:33:21 0:49:58 1:06:41 1:10:25 1:23:35 1:40:45 1:58:01 2:15:38 2:23:17

Dahinter gelang Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) ein grandioses Marathondebüt. Mit 2:24:51 lief sie die drittschnellste jemals von einer Deutschen gelaufene Zeit. Nur Uta Pippig (2:21:45 h) und Katrin Dörre-Heinig (2:24:35 h) waren noch schneller als die gebürtige Kasachin.

Während der Sieg von Gete Wami nicht überraschend kam, hatte wohl kaum einer mit so einer schnellen Zeit von Irina Mikitenko gerechnet. Mit 2:24:51 Stunden schaffte sie locker die Olympiaqualifikation.

Dritte wurde Helena Kiprop (KEN) in 2:26:27 Stunden, die als Mitfavoritin gehandelte Japanerin Naoko Sakamoto wurde mit 2:28:33 Stunden Fünfte. Mit persönlicher Bestzeit (2:36:21 h) lief die Österreicherin Eva-Maria Gradwohl auf Platz 10. Auch bei den Frauen mussten einige prominente Athletinnen das Rennen vorzeitig beenden. Sonia O' Sullivan, Fernanda Ribeiro und Sonja Oberem erreichten das Ziel nicht.

 Siegerin: Gete Wami  Platz 3: Helena Kirop

Die Sieger bekamen zusätzlich zu ihrem Antrittsgeld 50.000 Euro Siegprämie, die Zehntplatzierten erhielten noch 2.000 Euro. Zu seiner Siegprämie sicherte sich Haile Gebrselassie noch den Weltrekordbonus von 50.000 Euro und 30.000 Euro Prämie für eine Zeit unter 2:06:30 Stunden. Gete Wami bekam 7.500 Euro zusätzlich für eine Zeit unter 2:25:30 Stunden.

Irina Mikitenko lief die schnellste Zeit, die je eine deutsche Läuferin in Berlin gelaufen ist. Gete Wami war als Siegerin noch gut eineinhalb Minuten schneller.

Bilder vom Rennen: KM 11 - Ziel - Rahmenprogramm

_____________________________________________________________________

Die Energie für die 42,195 km durch Berlin: Hammer Gel, hier online erhältlich