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| Rekordfestival durch Gebrselassie und Mikitenko
Haile Gebrselassie verbesserte seinen eigenen Weltrekord, Irina Mikitenko
ihren eigenen deutschen Rekord.
(Foto: SCC-Running/Sailer)
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Der Äthiopier Haile Gebrselassie hat beim 35. Berlin-Marathon als erster
Läufer die Marke von 2:04 Stunden unterboten. Mit 2:03:59 Stunden
verbesserte er seinen eigenen Weltrekord, den er im vergangenen Jahr an gleicher
Stelle aufgestellt hatte um 27 Sekunden. Das Rennen war jedoch keine
Ein-Mann-Show des Äthiopiers, denn zusammen mit Haile Gebrselassie gingen
auch die beiden Kenianer James Kwambai und Charles Kamathi das hohe Tempo
der Pacemaker mit. Die erste Hälfte der Strecke wurde in 62:04 Minuten
absolviert. Bis km 32 hielt der letzte Pacemaker durch, mit dem Kenianer
Abel Kirui immerhin ein Läufer, der im Vorjahr in Berlin in 2:06:51
Stunden selbst noch Zweiter war. Doch auch danach war Gebrselassie noch nicht
alleine, mit James Kwambai (KEN) hatte er noch immer einen Mitläufer
an seiner Seite. Erst fünf Kilometer vor dem Ziel konnte sich der
Äthiopier mit einer Tempoverschärfung endgültig absetzen.
Doch auf den letzten Kilometern musste er noch einmal richtig kämpfen,
um seine Traumzeit unter 2:04 Stunden zu schaffen, am Ende blieb er eine
Sekunde unter dieser Marke.
| Die Zwischenzeiten von Haile Gebrselassie |
5 |
10 |
15 |
20 |
HM |
25 |
30 |
35 |
40 |
Ziel |
| 0:14:35 |
0:29:13 |
0:44:03 |
0:58:50 |
1:02:05 |
1:13:41 |
1:28:27 |
1:43:05 |
1:57:34 |
2:03:59 |
Damit wurde in Berlin erneut eine Schallmauer durchbrochen, schon 2003 hatten
die Kenianer Paul Tergat und Sammy Korir dort erstmals die Marke von 2:05
Stunden unterboten.
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Haile Gebrselassie auf dem Weg zum Weltrekord.
(Foto: SCC-Running/Sailer) |
Gebrselassie am Tag nach dem Rennen mit Race Director
Mark Milde und seinem Manager Jos Hermens. |
James Kwambai verbesserte als Zweiter seine Bestzeit um fast fünf Minuten
auf 2:05:36 Stunden. Dritter wurde der Kenianer Charles Kamathi in 2:07:48
Stunden. Auf den vierten Platz kam der Kenianer Mariko Kipchumba, der als
Pacemaker durchlief und mit 2:09:03 eine neue persönliche Bestzeit schaffte.
Bester Nicht-Afrikaner war der Japaner Kenjiro Jitsui mit 2:12:48 Stunden
auf dem siebten Platz. Für einen Lichtblick aus deutscher Sicht sorgte
Falk Cierpinski (SG Spergau), der als Neunter mit 2:13:30 Stunden eine neue
persönliche Bestzeit lief und damit die schnellste Zeit eines Deutschen
seit mehreren Jahren schaffte. Die WM-Qualifikationsnorm verpasste er damit
jedoch um 30 Sekunden. Auch Stefan Koch (TV Wattenscheid) lief als Zwölfter
mit 2:15:38 Minuten eine neue persönliche Bestzeit.
Im Frauenrennen sorgte Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) für das Highlight
des Tages. Mit 2:19:19 Stunden wiederholte sie ihren Vorjahressieg mit einem
neuen deutschen Rekord. Damit lief sie die siebtbeste jemals von einer Frau
auf der Marathondistanz gelaufene Zeit, verpasste jedoch den Streckenrekord
der Japanerin Mizuki Noguchi um sieben Sekunden. Zweite wurde die
Äthiopierin Askale Tafa Margasa in 2:21:31 Stunden, auf den dritten
Platz kam wie im Vorjahr die Kenianerin Helena Kirop in 2:25:01 Stunden.
| Die Zwischenzeiten von Irina Mikitenko |
5 |
10 |
15 |
20 |
HM |
25 |
30 |
35 |
40 |
Ziel |
| 0:16:40 |
0:33:11 |
0:49:47 |
1:06:28 |
1:10:05 |
1:23:08 |
1:39:36 |
1:56:05 |
2:12:22 |
2:19:19 |
Nur drei Läuferinnen waren bisher schneller als die gebürtige Kasachin:
Paula Radcliffe, Catherine Ndereba und Mizuki Noguchi. Für Mikitenko
war es 2008 der sechste Sieg im sechsten Rennen.
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Nach verhaltenem Beginn übernahm Mikitenko erst spät
die Spitze und stürmte zum deutschen Rekord.
(Foto: SCC-Running/Sailer) |
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Haile Gebrselassie und Irina Mikitenko stellen sich den Fragen
der Journalisten. Mit dabei Mark Milde, Rüdiger Otto, Andy Edwards und
Jürgen Lock |
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| Die Energie für die 42,195 km durch Berlin: Hammer Gel,
hier
online erhältlich |
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