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Berlin Marathon 2008

Rekordfestival durch Gebrselassie und Mikitenko

Haile Gebrselassie verbesserte seinen eigenen Weltrekord, Irina Mikitenko ihren eigenen deutschen Rekord.

(Foto: SCC-Running/Sailer)

Der Äthiopier Haile Gebrselassie hat beim 35. Berlin-Marathon als erster Läufer die Marke von 2:04 Stunden unterboten. Mit 2:03:59 Stunden verbesserte er seinen eigenen Weltrekord, den er im vergangenen Jahr an gleicher Stelle aufgestellt hatte um 27 Sekunden. Das Rennen war jedoch keine Ein-Mann-Show des Äthiopiers, denn zusammen mit Haile Gebrselassie gingen auch die beiden Kenianer James Kwambai und Charles Kamathi das hohe Tempo der Pacemaker mit. Die erste Hälfte der Strecke wurde in 62:04 Minuten absolviert. Bis km 32 hielt der letzte Pacemaker durch, mit dem Kenianer Abel Kirui immerhin ein Läufer, der im Vorjahr in Berlin in 2:06:51 Stunden selbst noch Zweiter war. Doch auch danach war Gebrselassie noch nicht alleine, mit James Kwambai (KEN) hatte er noch immer einen Mitläufer an seiner Seite. Erst fünf Kilometer vor dem Ziel konnte sich der Äthiopier mit einer Tempoverschärfung endgültig absetzen. Doch auf den letzten Kilometern musste er noch einmal richtig kämpfen, um seine Traumzeit unter 2:04 Stunden zu schaffen, am Ende blieb er eine Sekunde unter dieser Marke.

Die Zwischenzeiten von Haile Gebrselassie

5

10

15

20

HM

25

30

35

40

Ziel

0:14:35 0:29:13 0:44:03 0:58:50 1:02:05 1:13:41 1:28:27 1:43:05 1:57:34 2:03:59

Damit wurde in Berlin erneut eine Schallmauer durchbrochen, schon 2003 hatten die Kenianer Paul Tergat und Sammy Korir dort erstmals die Marke von 2:05 Stunden unterboten.

 Haile Gebrselassie auf dem Weg zum Weltrekord.
 (Foto: SCC-Running/Sailer) 
 Gebrselassie am Tag nach dem Rennen mit Race Director
 Mark Milde und seinem Manager Jos Hermens.

James Kwambai verbesserte als Zweiter seine Bestzeit um fast fünf Minuten auf 2:05:36 Stunden. Dritter wurde der Kenianer Charles Kamathi in 2:07:48 Stunden. Auf den vierten Platz kam der Kenianer Mariko Kipchumba, der als Pacemaker durchlief und mit 2:09:03 eine neue persönliche Bestzeit schaffte. Bester Nicht-Afrikaner war der Japaner Kenjiro Jitsui mit 2:12:48 Stunden auf dem siebten Platz. Für einen Lichtblick aus deutscher Sicht sorgte Falk Cierpinski (SG Spergau), der als Neunter mit 2:13:30 Stunden eine neue persönliche Bestzeit lief und damit die schnellste Zeit eines Deutschen seit mehreren Jahren schaffte. Die WM-Qualifikationsnorm verpasste er damit jedoch um 30 Sekunden. Auch Stefan Koch (TV Wattenscheid) lief als Zwölfter mit 2:15:38 Minuten eine neue persönliche Bestzeit.

Im Frauenrennen sorgte Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) für das Highlight des Tages. Mit 2:19:19 Stunden wiederholte sie ihren Vorjahressieg mit einem neuen deutschen Rekord. Damit lief sie die siebtbeste jemals von einer Frau auf der Marathondistanz gelaufene Zeit, verpasste jedoch den Streckenrekord der Japanerin Mizuki Noguchi um sieben Sekunden. Zweite wurde die Äthiopierin Askale Tafa Margasa in 2:21:31 Stunden, auf den dritten Platz kam wie im Vorjahr die Kenianerin Helena Kirop in 2:25:01 Stunden.

Die Zwischenzeiten von Irina Mikitenko

5

10

15

20

HM

25

30

35

40

Ziel

0:16:40 0:33:11 0:49:47 1:06:28 1:10:05 1:23:08 1:39:36 1:56:05 2:12:22 2:19:19

Nur drei Läuferinnen waren bisher schneller als die gebürtige Kasachin: Paula Radcliffe, Catherine Ndereba und Mizuki Noguchi. Für Mikitenko war es 2008 der sechste Sieg im sechsten Rennen.

Nach verhaltenem Beginn übernahm Mikitenko erst spät die Spitze und stürmte zum deutschen Rekord.
(Foto: SCC-Running/Sailer)

Haile Gebrselassie und Irina Mikitenko stellen sich den Fragen der Journalisten. Mit dabei Mark Milde, Rüdiger Otto, Andy Edwards und Jürgen Lock

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Die Energie für die 42,195 km durch Berlin: Hammer Gel, hier online erhältlich