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10 Jahre Nike Air Streak |
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Zehn Jahre Nike Air Streak - Der Rückblick, Teil 2
(1999-2001)
1999 kam die zweite Generation des Air Streak Vengeance auf den Markt
und dieses Modell wurde im Gegensatz zu seinem Vorgänger auch in Europa
angeboten. Dennoch blieb dieser Schuh auf den Laufstrecken hierzulande ein
eher seltener Anblick, ein Schicksal, das er mit seinem direkten Nachfolger,
dem Streak Vengeance 3 aus dem Jahr 2000 teilte.
Der größte Marathonsieg mit diesem Schuh kam eher zufällig
zustande. Beim Berlin Marathon 2001 sollte der Kenianer Joseph Ngolepus
eigentlich nur als Tempomacher laufen, doch anstatt unterwegs auszusteigen,
lief er die gesamte Distanz durch und überquerte schließlich als
Sieger die Ziellinie. Es sollte für ihn der Auftakt zu einer beachtlichen
Karriere sein, in deren Verlauf er sogar unter 2:08 blieb, doch einen weiteren
Sieg bei einem ganz großen Marathon konnte er nicht mehr erreichen.
Anfang 2000 erschien der Streak Ekiden Extra. Zwischen- und Außensohle
entsprachen dem ersten Streak Ekiden Modell, lediglich das Obermaterial war
gegenüber dem Vorgänger geändert. Mit seinem auffälligen
gelb-roten Design war der Schuh ein echter Blickfang und wer ihn bei einem
Wettkampf sehen wollte, der brauchte am Streckenrand nie lange zu warten,
denn viele schnelle Läufer trugen den Streak Ekiden Extra zu dieser
Zeit. Durch seine schmale Bauweise kam er vor allem bei Läuferinnen
gut an.
Uta Pippig lief damit ebenso wie die Kenianerin Joyce Chepchumba, die bei
den olympischen Spielen in Sydney im Marathon die Bronzemedaille gewann.
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| Air Streak Vengeance 3 (2000) |
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Es war nicht weiter verwunderlich, dass zahlreiche Siege mit
dem Streak Ekiden Extra herausgelaufen wurden. Einer der Athleten, der damit
erfolgreich war, war Abdelkader El Mouaziz, er siegte damit im November 2000
beim New York City Marathon. Für den Marokkaner war es wohl der absolute
Lieblingsschuh, denn selbst fünf Jahre später war er an gleicher
Stelle wieder mit diesem Schuh unterwegs.
Vor allem in Japan hatte dieser Schuh viele Fans, denn dort wurde er nicht
nur als Wettkampfschuh, sondern auch als normaler Trainingsschuh getragen.
Dort gab es ihn auch statt mit gelbem Obermaterial auch in weiß. |
| Air Streak Ekiden Extra (2000) |
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Nur in Japan und Korea gab es den Air Streak Light Extra zu
kaufen. Es war ein absolut minimalistischer Schuh, der speziell auf die
Bedürftnisse der kleinen und leichtgewichtigen Läufer in
Südostasien zugeschnitten war. Er kam ohne Stabilitätselemente
aus, war dafür aber extrem leicht. Trotzdem wurde er von den japanischen
Läufern nicht nur bei kürzeren Rennen, sondern auch auf der
Marathondistanz eingesetzt. |
| Air Streak Light Extra (2000) |
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2001 kamen drei neue Streak-Modelle heraus. Auch für die
Läufer in Europa und in den USA wurde nun ein extrem leichter Racer
angeboten. Der Air Streak Vapor brachte gerade einmal 166 Gramm auf die Waage.
Mit seiner schmalen Passform und dynamischen aber nicht zu harten
Zoom-Air-Dämpfung eroberte er sich schnell die ersten Startreihen bei
vielen Straßenläufen. Einer der bedeutensten Erfolge mit diesem
Schu war der Halbmarathon-Europarekord von Fabian Roncero in Berlin 2001.
Während er in Europa Ende 2002 aus dem Sortiment genommen wurde, blieb
er in den USA in silber-blau weiter im Programm. 2004 feierte er in dieser
Farbvariante sein Comeback in Europa. |
| Air Streak Vapor (2001) |
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Seine vierte und letzte Evolutionsstufe erlebte der Air Streak
Vengeance IV. Außen- und Zwischensohle blieben gegenüber dem
Vorgängermodell unverändert. Neu war das Obermaterial mit dem
agressiven Design. Im Gegensatz zum Streak Vapor war dieser Schuh eher breit
geschnitten und erfreute sich vor allem bei vielen kenianischen Läufern
großer Beliebtheit. Noch lange nach Produktionseinstellung waren viele
Kenianer damit bei Straßenläufen zu sehen, wobei viel von ihnen
die im Handel nur sehr selten zu findende blau-rote Farbvariante liefen. |
| Air Streak Vengeance IV (2001) |
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Als die Japanerin Naoko Takahashi im September 2001 in Berlin
mit 2:19:46 h einen neuen Marathon-Weltrekord lief, war sie die erste Frau
seit 1983, die bei ihrem Weltrekord keine Nike-Schuhe trug. Doch schon eine
Woche später war die Olympiasiegerin von 2000, die als erste Läuferin
unter der Schallmauer von 2:20 h blieb, ihren Weltrekord wieder los. Die
Kenianerin Catherine Ndereba, die im gleichen Jahr auch schon den Boston
Marathon gewonnen hatte, lief in Chicago mit 2:18:47 h noch einmal fast eine
Minute schneller als Takahashi. Bis heute ist Catherine Ndereba die
zweitschnellste Läuferin aller Zeiten, nur Paula Radcliffe lief danach
noch zweimal schneller. Bei ihrem Rekordrennen durch "Windy City" war Ndereba
mit dem Air Streak Ekiden 4 unterwegs und sorgte nach Ronaldo da Costa 1998
für den zweiten Marathon-Weltrekord mit einem Air Streak-Modell. 2003
wurde Ndereba in Paris Marathon-Weltmeisterin, ein Jahr später gewann
sie beim olympischen Marathon in Athen mit dem Streak Ekiden 4 die
Silbermedaille. Noch bis heute ist Ndereba mit diesem Schuh unterwegs, zuletzt
noch beim New York Marathon 2007, bei dem sie den fünften Platz belegte.
Auf den Laufstrecken in Europa und den USA blieb dieses Modell ansonsten
ein sehr seltener Anblick, denn verkauft wurde der Streak Ekiden 4 nur in
Südostasien. Auch von den von Nike gesponserten Elite-Athleten liefen
nur wenige mit diesem Modell, die meisten bevorzugten das Vorgängermodell
Ekiden Extra oder den Air Streak Vapor.
weiter mit Teil 3 (2002-2004)
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| Air Streak Ekiden 4 (2001) |
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