|
|
 |
|
 |
10 Jahre Nike Air Streak |
 |
 |
Zehn Jahre Nike Air Streak - Der Rückblick, Teil 3
(2002-2004)
Ein echter Volltreffer war der Air Streak von 2002. Mit seiner leuchtend
grünen Farbe erinnerte er stark an den ersten Air Streak aus dem Jahr
1995. Er war nicht so extrem auf Leichtbau getrimmt wie die Modelle aus den
letzten beiden Jahren und sprach so nicht nur die Top-Athleten, sondern auch
die ambitionierten Freizeit-Läufer an.
Es dauerte nicht lange, bis die ersten Siege mit diesem Schuh herausgelaufen
wurden. Der Kenianer Rodgers Rop gewann damit den Boston Marathon 2002 und
lief nur wenige Wochen später in Berlin einen neuen Weltrekord über
25 km.
Beim Paris-Marathon 2002 siegte der Franzose Benoit Zwierzchiewski, ein Jahr
später egalisierte er an gleicher Stelle den Europarekord des Portugiesen
Antonio Pinto.
Seine größte Beliebtheit hatte der Air Streak in Japan, wo er
unter dem Namen Air Katana angeboten wurde. Während er hierzulande nur
in Grün angeboten wurde, gab es ihn dort in vielen verschiedenen Farben
und sogar in drei unterschiedlichen Weiten.
Ab 2004 wurde er mit überarbeitetem Obermaterial in Japan unter dem
Namen Katana S angeboten. |
| Air Streak (2002) |
|
|
 |
Hauptsächlich für den japanischen Markt war der Streak
Ventulus konzipiert, in Europa war er nur selten zu sehen. Er basierte auf
dem Spike Zoom Ventulus und war mit seiner extrem minimalistischen Bauweise
auf kurze Straßenlauf-Distanzen ausgelegt. |
| Air Streak Ventulus (2002) |
 |
Die dritte Neuerung in 2002 war der Air Streak Ekiden 5. Mit
seinem silbergrauen Obermaterial sah er im Gegensatz zu seinen Vorgängern
ziemlich unscheinbar aus, aber er war an einigen spektakulären Erfolgen
beteiligt.
Schon bevor der Schuh überhaupt zu kaufen war, siegte Paula Radcliffe
damit im Oktober 2001 bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Bristol.
Auch bei ihrem Marathon-Debüt in London im April 2002 trug sie den Streak
Ekiden 5. Sie siegte überlegen und kam bis auf wenige Sekunden
an den Weltrekord von Catherine Ndereba heran.
Obwohl es 2004 mit dem Streak Spectum Plus schon einen Nachfolger gab, wurden
in diesem Jahr noch viele Erfolge mit dem Streak Ekiden 5 herausgelaufen.
Einen Weltrekord mit diesem Schuh schaffte der Kenianer Paul Kosgei bei den
25 km von Berlin, als er die zwei Jahre zuvor an gleicher Stelle gelaufene
Bestmarke von Rodgers Rop deutlich unterbot. Hendrick Ramaala gewann damit
den New York City Marathon, Robert Cheboror war in Amsterdam erfolgreich.
Auch der Brasilianer Vanderlei de Lima trug den Streak Ekiden 5, als er 2004
in Athen beim olympischen Marathon in Führung liegend von einem Zuschauer
angegriffen wurde. Am Ende gewann er noch die Bronzemedaille. |
| Air Streak Ekiden 5 (2002) |
|
|
 |
Der Streak Spectum Plus war die direkte Weiterentwicklung des
Streak Ekiden 5. Zwischen- und Außensohle waren identisch, lediglich
das Obermaterial war in der Passform verbessert worden, außerdem war
der Schuh mit dem grellen Flammendesign deutlich auffälliger als sein
Vorgänger.
Und wieder war es Paula Radcliffe, die damit große Erfolge herauslief.
Im Oktober 2002 verbesserte sie in Chicago den Marathon-Weltrekord auf 2:17:18
h, eine Marke, die sie im April 2003 in London nochmals auf die aktuelle
Bestmarke von 2:15:25 h steigerte, nachdem sie zwischenzeitlich in San Juan
(Puerto Rico) auch einen neuen Weltrekord über 10 km gelaufen war.
Auch beim olympischen Marathon in Athen waren Läufer mit dem Streak
Spectum ganz weit vorne platziert. Meb Keflezhigi (USA) gewann Silber, Jon
Brown (GB) kam auf den vierten Platz.
Während der Streak Spectrum in Japan und in den USA schon 2003 zu kaufen
war, mussten sich die deutschen Läufer bis Anfang 2004 gedulden, bis
er auch hierzulande in die Läden kam. |
| Air Streak Spectrum Plus (2003) |
|
| |
 |
Als im September 2003 der Kenianer Paul Tergat beim Berlin
Marathon mit 2:04:55 Stunden einen neuen Weltrekord lief, da trug er den
Air Katana 2, einen Schuh, der im wesentlichen dem neuen Air Streak 2 entsprach,
der im Spätherbst 2003 auf den Markt kam. Im Gegensatz zum Air Katana
2, der nur in Japan angeboten wurde, verfügte der Air Streak 2 eine
leichte Pronationsstütze, ansonsten unterschieden sich die beiden nur
in der Farbe. |
| Air Streak 2 (2003) |
 |
Neben dem Air Streak 2 wurde ab Anfang 2004 der Air Streak
Spectrum Plus auch in Europa angeboten, während er gleichzeitig in Japan
schon wieder aus dem Sortiment genommen wurde.
Ein Comeback in den europäischen Verkaufsregalen feierte der Streak
Vapor, der ab 2003 nur noch in den USA angeboten wurde.
Ganz neu war der Air Zoom Streak Racer, mit dem die Chinesin Yungjie Sun
im Herbst 2004 Halbmarathon-Weltmeisterin wurde.
Teil 4 folgt in wenigen Tagen |
| Air Zoom Streak Racer (2004) |
|
|