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Philip Manyim aus Kenia war der schnellste der knapp 40.000 Läufer.
Mit 2:07:41 Stunden lief er eine neue persönlicher Bestzeit und
hatte im Ziel über eine Minute Vorsprung vor seinem Landsmann Peter
Chebet. |
Mit fünf Läufern auf den ersten fünf Plätzen drückten
die Kenianer dem Männerrennen wieder den Stempel auf. Doch es war mit
Philip Manyim ein Außenseiter, der am Ende triumphierte. Bereits bei
Kilometer 27, noch vor dem Wilden Eber, hatte er sich von seinen Verfolgern
abgesetzt. Bei seinem dritten Marathonstart holte sich der 27-jährige
seinen ersten Sieg und verbesserte trotz des warmen Wetters seine Bestzeit
auf 2:07:40 Stunden. Rang zwei ging an seinen Landsmann Peter Chebet (2:08:58
h), der auf den letzten Metern zwischen Brandenburger Tor und Ziellinie Jackson
Koech (KEN, 2:09:07 h) noch abfangen konnte. Auf Platz 11 und damit
außerhalb der Preisgeldränge landete der Südkoreaner Bong-Ju
Lee. Der Olympia-Silbermedaillengewinner von Atlanta im Marathon wurde mit
2:12:19 Stunden gestoppt. Der zweimalige Marathon-Weltmeister Abel Anton
aus Spanien kam neun Jahre nach seinem Sieg in Berlin mit 2:33:35 Stunden
auf Platz 77.
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Mizuki Noguchi setzte die die Siegesserie der japanischen Frauen
in Berlin fort. Mit 2:19:12 Stunden lief die Marathon-Olympiasiegerin von
2004 einen neuen Asienrekord. |
Star des Rennens war aber die Japanerin Mizuki Noguchi, die mit neuem Asienrekord
siegte. Mit 2:19:12 Stunden verbesserte sie die bisherige Rekordmarke der
Chinesin Yingjie Sun um 27 Sekunden. Für die Marathon-Olympiasiegerin
von 2004 war die Uhr der einzige Gegner, denn keine ihrer Mitläuferinnen
konnte ihr Tempo auch nur annähernd mitgehen. Mit ihrer Zeit schob sie
sich auf Platz drei in der ewigen Marathon-Weltbestenliste hinter Paula Radcliffe
(GBR, 2:15:25 h) und Catherine Ndereba (KEN, 2:18:47 h) und verbesserte
gleichzeitig auch den Streckenrekord ihrer Landsfrau Yoko Shibui aus dem
Vorjahr. Mit ihren Zwischenzeiten über 25 und 30 km stellte sie auch
neue Weltrekorde über diese Distanzen auf. Zur Anerkennung dieser Rekorde
hatten die Organisatoren an diesen Stellen offizielle Kampfgerichte postiert.
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Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) war mit 2:24:24 Stunden
bester Deutscher. Die erste
Hälfte war er in 1:07:09 Stunden angelaufen |
Obwohl sie auf den letzten Kilometern Krämpfe bekam, lief
Luminita Zaituc mit 2:27:34 Stunden auf den zweiten Platz. |
Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen), der eine Zeit unter 2:15 h
angepeilt hatte, landete mit enttäuschenden 2:24:24 Stunden als bester
Deutscher auf Platz 32. Nur viermal (1974, 75, 77 und 81) in der
32-jährigen Geschichte des Berlin-Marathons war der beste Deutsche im
Rennen langsamer als Beckmann. Auch er musste wie viele andere an diesem
Tag dem warmen Wetter Tribut zollen. Hinter Beckmann schafften es noch drei
weitere Deutsche, unter 2:30 h zu bleiben: Michael Zabel (LSG Goseck) in
2:25:51 Stunden, Philipp Nawrocki (Aachener TG) in 2:27:28 Stunden und Sascha
Velten (Remscheider SV) in 2:29:32 Stunden.
Schnellste deutsche Läuferin war die zweitplatzierte Luminita Zaituc
(LG Braunschweig) in 2:27:34 Stunden, obwohl sie bei km 40 von Krämpfen
geplagt wurde. Angetrieben von den vielen Zuschauern am Streckenrand schaffte
sie es aber noch, die Äthiopierin Asale Tafa (2:28:27 h) auf Distanz
zu halten. Melanie Kraus (TSV Bayer Leverkusen) wurde mit 2:34:23 Stunden
Vierte, die Österreicherin Eva-Maria Gradwohl lief mit 2:39:51 Stunden
auf Rang neun.
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Zwar sorgte das warme und sonnige Wetter für eine
Rekord-Zuschauerkulisse am Streckenrand, doch viele Läufer hatten mit
den sommerlichen Temperaturen Probleme und brachen auf der zweiten Hälfte
ein. Auch prominente Namen blieben davon nicht verschont. Extremstes Beispiel
war der Franzose Driss El Himer, der den Europarekord (2:06:36) angreifen
wollte und sich vor dem Rennen sogar als Mitanwärter auf den Sieg sah.
Bei Halbzeit lag er mit 1:03:43 Stunden auch noch knapp auf Kurs. Die
zweite Hälfte schaffte er aber nur noch in 1:19:07 Stunden und kam so
mit 2:22:50 Stunden noch hinter der ersten Frau auf Platz 29 ins Ziel. Es
bedarf wohl schon der Mentalität eines ehemaligen Fremdenlegionärs,
um so ein Rennen durchzulaufen und nicht vorher aufzugeben. |
Es kommt wohl auch nicht allzu oft vor, dass ein Läufer bei km 41 aussteigt,
weil er mit einer "so langsamen" Zeit nicht in die Ergebnisliste kommen will.
Vor allem, wenn er gerade auf eine 2:27 h unterwegs ist. Doch der Kenianer
Francis Kiprop, der bis dahin Tempomacher von Luminita Zaituc war, beendete
seine Arbeit schon einen Kilometer vor der Ziellinie. Immerhin hatte er zwei
Wochen zuvor den Marathon in Münster in 2:14 h gewonnen.
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Philip Manyim und Mizuki Noguchi bei der Siegerehrung. Neben
Lorberkränzen und Blumen gab es für beide auch noch stattliche
Siegprämien. |
Weitere Fotos: Rennen Km 11 -
Ziel 1 -
Ziel 2 -
Rahmenprogramm
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| Die Energie für die 42,195 km durch Berlin: Hammer Gel,
hier
online erhältlich |
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