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Haile Gebrselassie hatte im Ziel fast fünf Minuten Vorsprung
auf den zweitplatzierten Gudisa Shentema. Mit 2:05:56 Stunden lief er
Weltjahresbestzeit und einen neuen äthiopischen Landesrekord. |
Mit neuer Weltjahresbestzeit und siebtbesten jemals gelaufenen Zeit war Haile
Gebrselassie bei der 33. Auflage des Berlin-Marathons siegreich. Der
34-jährige Äthiopier hatte sich bereits mit einer
Tempoverschärfung nach 17 km von seinen in der Spitzengruppe mitlaufenden
kenianischen Konkurrenten Sammy Korir und Jackson Koech abgesetzt. Lange
Zeit lief Gebrselassie auf Weltrekordkurs, doch als nach 30 km mit dem Kenianer
James Kwambai der letzte seiner Tempomacher aus dem Rennen ging, konnte
Gebrselassie das hohe Tempo nicht mehr halten und verlor wertvolle Sekunden
im Kampf gegen die Uhr. Sieben Kilometer vor dem Ziel war Gebrselassie noch
22 Sekunden unterhalb Tergats Zeit, aber zwei Kilometer vor dem Ziel lag
er 22 Sekunden zurück und diesen Rückstand konnte er nicht mehr
aufholen. Ich wusste bereits auf halber Strecke, dass ich den Rekord
nicht schaffen würde , sagte er. Aber nach 35 km wurde es
wirklich schwer für mich, aufs Tempo zu drücken. Die letzten fünf
Kilometer haben richtig wehgetan. Mit 2:05:56 Stunden blieb er bei
sommerlichen Temperaturen und Gegenwind auf dem letzten Streckenabschnitt
gut eine Minute über der Marke von Paul Tergat.
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| Erstaunlich frisch sah Haile Gebrselassie im Ziel aus,
dabei war er gerade die siebtschnellste jemals gelaufene Marathonzeit gelaufen,
nur eine Minute über dem Weltrekord. |
Zweiter wurde sein Landsmann Gudisa Shentama, der mit 2:10:43 Stunden einen
deutlichen Rückstand auf Gebrselassie hatte, auf den dritten Platz kam
der Japaner Kurao Umeki mit 2:13:43 Stunden.
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| Platz 2: Gudisa Shentema (2:10:43 h) |
Platz 3: Kurao Umeki (2:13:43 h) |
Sammy Korir (KEN), der vor dem Berliner Rennen mit 2:06:38 Stunden als Sieger
des Rotterdam-Marathon die Jahresweltbestzeit hielt und im Vorfeld als
größter Konkurrent von Gebrselassie gehandelt wurde, gab das Rennen
wegen muskulärer Probleme bei Kilometer 26 auf. Schon vor er 20 km-Marke
fiel er aus der Spitzengruppe heraus, beim Versuch wieder heranzulaufen,
zerrte er sich die Oberschenkel-Muskulatur und stieg aus. Bester Europäer
war der Franzose Ahmed Ezzobayry mit 2:15:29 Stunden auf dem fünften
Platz, der seinen wesentlich bekannteren Landsmann Driss El Himer um über
eine Minute distanzierte. El Himer wurde mit 2:16:44 Sechster. Mit dem
Südtiroler Hermann Achmüller (Platz 23, 2:27:32 h) und dem
Österreicher Manfred Heit (24, 2:27:43 h) blieben nur zwei deutschsprachige
Läufer unter 2:30 Stunden. Als schnellster Deutscher lief Elias Sansar
(TuS Eintracht Bielefeld) mit 2:30:40 Stunden auf Rang 31 ins Ziel.
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Bester Europäer auf Platz 5: Ahmed Ezzobayry
aus Frankreich (2:15:29 h) |
Sammy Korir beendete das Rennen wegen einer
Oberschenkelverletzung vorzeitig. |
Mit neuem Landesrekord sorgte Gete Wami auch bei den Frauen für einen
äthiopischen Erfolg. Mit 2:21:34 Stunden hatte sie knapp zwei Minuten
Vorsprung vor der Kenianerin Salina Kosgei, die ihre persönliche
Bestleistung auf 2:23:22 Stunden verbesserte.Schon nach der ersten Hälfte
war das Rennen so gut wie entschieden, als die Kenianerin die Favoritin Gete
Wami ziehen lassen musste. Die Siegerin des Paris-Marathon 2004 kämpfte
fortan nur noch gegen die Uhr und verbesserte ihren Hausrekord um über
eine Minute.
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Gete Wami siegte mit knapp zwei Minuten Vorsprung auf Salina Kosgei
und verbesserte den äthiopischen Rekord auf 2:21:34 Stunden. Den Zeitbonus
von 30.000 Euro verpasste sie um vier Sekunden. |
Überraschende Dritte wurde die Polin Monica Drybulska in 2:30:12 Stunden.
Beste Deutsche war Melanie Kraus (TSV Bayer Leverkusen), die mit 2:35:37
Stunden Sechste wurde. Ihre Vereinskameradin Sonja Oberem, die nach
zweijähriger Wettkampfpause ein Comeback auf der Marathondistanz wagte,
musste das Rennen vorzeitig beenden, nachdem sie bei km 10 in eine
Straßenbahnschiene getreten war. Die Schweizerin Maja Neuenschwander
wurde mit 2:45:22 Stunden 13.
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| Platz 2: Salina Kosgei (2:23:22 h) |
Platz 3: Monika Drybulska (2:30:12 h) |
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| Beste Deutsche auf Platz 6: Melanie Kraus |
Platz 13: Maja Neuenschwander aus der Schweiz |
Die Sieger bekamen zusätzlich zu ihrem Antrittsgeld 50.000 Euro
Siegprämie, die Zehntplatzierten erhielten noch 2.000 Euro. Die warmen
Witterungsbedingungen sorgten dafür, dass der Veranstalter bei den
Prämien für schnelle Zeiten nicht zu tief in die Tasche greifen
musste. Bei den Männern erhielt nur Haile Gebrselassie 30.000 Euro
Zeitbonus für eine Zeit unter 2:06:30 Stunden, alle anderen Läufer
gingen leer aus. Gete Wami verpasste die 30.000 Euro für eine Zeit unter
2:21:30 Stunden nur um vier Sekunden und musste sich mit der Hälfte
zufrieden geben. Salina Kosgei hätte für den gleichen Betrag 22
Sekunden schneller sein müssen, sie erhielt noch 7.500 Euro.
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Haile Gebrselassie und Gete Wami bei der Siegerehrung. Es war
der erste äthiopische Doppelsieg in der Geschichte des
Berlin-Marathon. |
Bilder vom Rennen: Start -
KM 8 -
KM 11 -
KM 20 -
Ziel -
Randimpressionen
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| Die Energie für die 42,195 km durch Berlin: Hammer Gel,
hier
online erhältlich |
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