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Die Läufer aus Kenia waren zwar zahlenmäßig
überlegen, aber am Ende triumphierte wieder der Spanier Julio Rey (halb
verdeckt in orange). |
Über viele Jahre hinweg war der Hamburg Marathon zwar ein Massen-Event,
aber die ganz schnellen Zeiten wurden anderenorts gelaufen. Zwischen 1986
und 2000 schaffte es nur ein einziger Läufer, der Argentiner Antonio
Silio (2:09:57 h, 1995), unter 2:10 Stunden ins Ziel zu kommen. Erst der
Spanier Julio Rey brachte den Lauf leistungsmäßig in eine andere
Dimension. 2001, wenige Tage nach Ablauf seiner Dopingsperre siegte er in
2:07:45 und ließ danach noch zwei weitere Erfolge mit 2:07er Zeiten
folgen. Mittlerweile bekommt der Sieger in Hamburg 5000 Euro von seinem Preisgeld
abgezogen, wenn er nicht unter 2:10 Stunden bleibt. Doch Julio Rey brauchte
sich darum keine Sorgen zu machen. Mit 2:06:52 verbesserte er seinen eigenen
Streckenrekord um über eine halbe Minute und stellte gleichzeitig auch
noch einen neuen spanischen Rekord auf. Auch der zweitplatzierte Kenianer
Robert Cheboror lief mit 2:07:37 Stunden noch eine Weltklassezeit, James
Rotich wurde mit 2:09:25 Stunden Dritter.
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| So ändern sich die Zeiten: Der antike Bote lief
von Marathon nach Athen um vom Sieg über die Perser zu berichten, Julio
Rey lief den Marathon durch Hamburg, um anschließend über Handy
vom Sieg über die Kenianer zu berichten. |
Ähnlich wie Julio Rey hatte auch Edith Masai ein hohes Anfangstempo
vergelegt. Immerhin hatte die Kenianerin beim Berliner Halbmarathon die
US-Amerikanerin Deena Kastor, die zeitgleich mit dem Hamburg Marathon in
London mit 2:19:36 Stunden siegte, noch hinter sich gelassen. Doch der Mut
von Masai zahlte sich nicht aus, sie fiel auf der zweiten Hälfte immer
weiter zurück und wurde am Ende nur Siebte. Den Sieg sicherte sich die
überraschend Äthiopierin Robe Tola, die mit 2:24:35 Stunden den
Streckenrekord von Katrin Dörre-Heinig egalisierte. Rose Cheruiyot (KEN)
lief mit 2:27:09 Stunden auf den zweiten Platz, Rang drei sicherte sich die
Russin Irina Permitina.
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Gemischte Gefühle: Das Rennen gewonnen, aber
die 5000 Euro Prämie für einen neuen
Streckenrekord um eine Sekunde verpasst. |
Ulrike Maisch, hier zwischen ihren Pacemakern
Martin Beckmann und Matthias Weippert,
schaffte die EM-Qualifikation für Göteborg. |
Erfreulich aus deutscher Sicht die Leistung von Ulrike Maisch, die mit 2:31:56
sicher unter der EM-Norm blieb und den neunten Platz belegte. Romy
Spitzmüller (LAC Leipzig) blieb dagegen auf Platz 14 mit 2:36:46 Stunden
deutlich über der DLV-Vorgabe, Stephanie Maier (LG Leinfelden-Echterdingen)
lief in 2:39:35 Stunden mit persönlicher Bestzeit auf Platz 16.
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Ulrike Maisch brauchte im Ziel nur kurz die
Hilfe der Sanitäter, schon wenig später konnte
sie sich über die EM-Qualifikation freuen. |
Bundestrainer Detlef Uhlemann tröstet Romy
Spitzmüller, die sich den Traum von der EM-
Teilnahme nicht erfüllen konnte. |
Weitere Fotos: Start + Km 12
- Zieleinlauf Männer -
Zieleinlauf Frauen
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| Die Energie für die 42,195 km durch Hamburg: Hammer Gel,
hier
online erhältlich |
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