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WM Osaka 2007 |
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Leichtathletik-WM 2007
Vom 25.08.-02.09.2007 fanden im japanischen Osaka die
Leichtathletik-Weltmeisterschaften statt.
Erwartungsgemäß gaben auf den Langstrecken die Läufer und
Läuferinnen aus Afrika den Ton an. Herausragende Ausnahmen aus dem
deutschsprachigen Bereich waren der Schweizer Viktor Röthlin, der im
Marathon Dritter wurde und die Südtirolerin Silvia Weissteiner (Foto),
die über 5.000 Meter mit persönlicher Bestzeit auf den 12. Platz
lief. |
5.000 m
Männer - Nach seiner Goldmedaille über 1.500 Meter siegte
Bernard Lagat auch 5.000 Meter. Der gebürtigen Kenianer, der seit 2005
für die USA läuft, holte in 13:45,77 Minuten das erste Gold für
sein neues Heimatland über diese Distanz. Nachdem das Rennen langsam
begonnen hatte, ging auf dem letzten Kilometer die Post ab. Moses Kipsiro
(UGA) und Mohammed Farah (GBR) zogen das Tempo an, doch im Schlussspurt war
Lagat nicht zu schlagen. Silber sicherte sich der Kenianer Eliud Kipchoge
in 13:46,00 Minuten vor Moses Kipsiro (13:46,75 min). Bester Europäer
wurde Cross-Europameister Mohammed Farah als Sechster in 13:47,45 Minuten
vor dem Spanier Jesús España (13:50,55 min). Der zum Favoritenkreis
gehörende Australier Craig Mottram kam mit 13:56,24 Minuten nur auf
Platz 13. 10.000 Meter-Europameister Jan Fitschen (TV Wattenscheid) war bereits
im Vorlauf knapp gescheitert.
Frauen - Die Äthiopierin Meseret Defar wurde ihrer Favoritenrolle gerecht.
In 14:57,91 Minuten sicherte sich die Weltrekordhalterin auch den
Weltmeistertitel über 5.000 Meter. Hinter der 23-jährigen
erkämpfte sich Vivian Cheruiyot (KEN) in 14:58,50 Minuten die
Silbermedaille. Hinter ihr folgten mit Priscah Jepleting Cherono und Sylvia
Jebiwott Kibet zwei weitere Kenianerinnen. Als beste deutschsprachige
Läuferin kam die Südtirolerin Silvia Weissteiner (ITA) auf den
12. Platz
10.000 m
Männer - In hochklassigen 27:05,90 Minuten hat der Äthiopier Kenenisa
Bekele seinen Titel über 10.000 Meter verteidigt. Im Spurt konnte er
wie schon bei den letzten Weltmeisterschaften seinen Landsmann Sileshi Sihine
(2:09,03 min) hinter sich lassen. Der Kenianer Martin Irungu Mathathi kam
als Dritter (27:12,17 min) ins Ziel, während Cross-Weltmeister Zersenay
Tadesse (ERI) mit 27:21,37 Minuten als Vierter ohne Medaille blieb.
Frauen - Trotz Sturz und Magenproblemen lag die Äthiopierin Tirunesh
Dibaba am Ende der 25 Runden nach 31:55,41 Minuten vorn. Dahinter holte ihre
ehemalige Landsfrau Elvan Abeylegesse die Silbermedaille für die
Türkei. Überraschende Dritte wurde in 32:02,05 Minuten die
US-Amerikanerin Kara Goucher.
Marathon
Männer - Mit seiner Goldmedaille am ersten Wettkampftag legte Luke Kibet
den Grundstein für das erfolgreiche Abschneiden der kenianischen Mannschaft
bei diesen Weltmeisterschaften. Mit 2:15:59 Stunden distanzierte er den für
Katar laufenden gebürtigen Kenianer Mubarak Hassan Shami (2:17:18 h)
deutlich. Nach seiner EM-Medaille vom letzten Jahr erkämpfte sich der
Schweizer Viktor Röthlin mit einem starken Finish in 2:17:25 Stunden
nun die Bronzemedaile. Uli Steidl (SSC Hanau/Rodenbach) lief als bester Deutscher
in 2:30:03 Stunden auf Platz 37, Martin Beckmann (LG Leinfelden/Echterdingen)
beendete das Rennen bei Kilometer 30 vorzeitig.
Frauen - Mit einer taktischen Meisterleistung sicherte sich Catherine Ndereba
(KEN) ihren zweiten WM-Titel über die Marathondistanz nach 2003. Die
35-jährige, die vor zwei Jahren nur Paula Radcliffe den Vortritt lassen
musste, war bei Temperaturen um 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von siebzig
Prozent lange Zeit gar nicht im Vorderfeld zu finden. Erst in der Schlussphase
übernahm sie die Initiative und siegte in 2:30:37 mit acht Sekunden
Vorsprung vor der Chinesin Chunxiu Zhou. Dahinter holte Reiko Tosa am Schlusstag
der Titelkämpfe in 2:30:55 Stunden die erste Medaille für die
Gastgebernation. Beste Europäerin war die Rumänin Lidia Simon als
Fünfte in 2:31:26 Stunden. Eine überzeugende Leistung zeigte Melanie
Kraus (TSV Bayer Leverkusen), die sich während des Rennens immer weiter
nach vorne kämpfte und mit 2:37:20 Stunden auf Platz 20 kam. Susanne
Hahn beendete das Rennen nach 2:47:29 Stunden auf Platz 43.
3.000 m Hindernis
Männer - Die kenianischen Hindernisläufer machten die Vergabe der
WM-Medaillen unter sich aus. Sieger wurde der 22-jährige Brimin Kiprop
Kipruto in 8:13,82 Minuten vor Ezekiel Kemboi (8:16,94 min) und Richard Kipkemboi
Mateelong (8:17,59 min). Der für Schwede laufende und in Somalia geborene
Mustafa Mohamed wurde mit 8:19,82 Minuten Vierter.
Der Österreicher Günther Weidlinger stürzte im Vorlauf schwer
und musste sogar ins Krankenhaus gebracht werden, Filmon Ghirmai (LAV
Tübingen) fehlten 17 Hinderstel zum Finaleinzug.
Frauen - Mit Tatyana Volkova, die mit 9:06,57 Minuten nahe an den Weltrekord
herankam, und Yekatarina Petrova (9:09,19 min) gab es einen russischen
Doppelsieg. Bronze ging an die Kenianerin Eunice Jepkorir.
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