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Was macht die kenianischen Läufer so stark?

In einer Studie der Universität Bayreuth wurde jetzt festgestellt, dass die Ursache der größeren Leistungsfähigkeit der Kenianer nicht wie bisher vermutet in der Höhenlage ihrer Heimat begründet liegt. Vielmehr verfügen sie über eine bessere Laufökonomie und günstigere biomechanische Voraussetzungen gegenüber Europäern. Lange Beine bei geringem Gewicht ergeben eine ideale Mischung für Langstreckenläufer, während gleich große weiße Athleten wesentlich mehr Gewicht in Muskelmasse mit sich herumtragen. Dadurch ist der Sauerstoffbedarf der kenianischen Läufer geringer und die Ausdauerleistung höher. Bezüglich Blutvolumen und Hämoglobin weisen die Afrikaner dagegen keine wesentlich höheren Werte auf als deutsche Ausdauer-Spitzensportler.
Auch die soziale Struktur in Kenia spielt eine entscheidende Rolle. In einem Land, in dem der Laufsport oft der einzige Weg aus Armut und Elend ist, bringen diese Läufer eine Schmerztoleranz und Härte gegen sich selbst auf, die so in Europa nicht vorstellbar ist.

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