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Erkältungen vermeiden - So geht's

Laufen ist gut für das Immunsystem. Regelmäßiges Ausdauertraining sorgt dafür, dass die Abwehrkräfte gestärkt werden. In Untersuchungen zeigte sich, dass man bei einem Wochenumfang von ca. 35 Kilometern weniger Infekte bekommt, als ohne Lauftraining. Trainiert man jedoch mehr, so steigt die Infektanfälligkeit erst langsam und ab ca. 100 km pro Woche sprunghaft an. Wichtig ist hierbei, dass die Infektanfälligkeit unmittelbar nach einer Belastung unter der Wirkung der Stresshormone am höchsten ist.
Insbesondere nach langen Ausdauerläufen oder Laufwettkämpfen zeigt sich eine bis auf das sechsfache erhöhte Infektanfälligkeit. Deshalb ist es nicht überraschend, dass man eine Erkältung oft in der intensiven Marathonvorbereitung oder direkt nach dem Rennen bekommt. Besonders gefährdet für eine Infektion ist man in der ersten Stunde nach dem Laufen. Das Immunsystem ist nach einer Trainingseinheit (und sei es auch nur eine lockere) vorübergehend leicht geschwächt und so ist der Läufer temporär (bis zur Regeneration) anfälliger als sonst.

Wenn man jetzt nach einem gemeinsamen Lauf mit dem Trainingskollegen noch ein paar Minuten zusammen steht und redet oder auch in der kalten Jahreszeit auf das Dehnen im Freien unmittelbar nach dem Lauf nicht verzichtet und dabei auskühlt, dann steigt die Infektanfälligkeit noch weiter.

Damit es zu einer Infektionen der Atemwege kommt, muss aber noch eine Ansteckung mit Erkältungs-Viren stattfinden. Die Viren werden normalerweise per Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Deshalb sollte man, gerade wenn einmal wieder eine Erkältungswelle durchs Land geht, größere Menschenansammlungen meiden und erkälteten Mitbürgern nach Möglichkeit aus dem Weg gehen. Vor allem kleine Kinder, die aufgrund des noch nicht vollständig entwickelten Immunsystems viel öfter erkältet sind als Erwachsene, sind Überträger von Erkältungs-Viren. Darum sollte man sich insbesondere in intensiven Trainingsphasen von ihnen fernhalten. Für Eltern, Lehrer und Kindergärtnerinnen ist dieser Tipp kaum umsetzbar, aber wer kann, der sollte sich danach richten.

Auch ausreichend Schlaf und eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung stärken das Immunsystem. Ergänzend bietet sich der Einsatz von Immunstimmulanzien (z.B. Toxi Loges) an. Gerade wenn man die ersten Erkältungssymptome spürt, kann man damit den Ausbruch noch verhindern oder zumindest den Krankheitsverlauf abschwächen.

Sollte es einen aber dann doch wirklich einmal erwischt haben, dann sollte man sich vor allem Ruhe und Schonung gönnen und mal für ein paar Tage mit dem Laufen aussetzten. Auf Wettkämpfe sollte man auf jeden Fall verzichten, denn mit einer Erkältung im Körper wird man nie eine Topleistung bringen können. Wer partout nicht auf Bewegung verzichten kann, der sollte einfach einen Spaziergang an der frischen Luft machen.

Mit Fieber ist das Laufen grundsätzlich tabu, genauso wie bei Kopf- und Gliederschmerzen, sowie bei einer bakteriellen Entzündung der Luftwege. Wer hier weiter trainiert, der riskiert eine gefährliche Herzmuskelentzündung. Nach Fiber gilt die Faustregel: Man sollte genauso viele Tage fieberfrei sein wie man krank war.

Danach sollte man mit reduziertem Unfang und geringerer Intensität wieder einzusteigen und nicht versuchen, versäumtes Training nachzuholen. War man nicht allzu lange Zeit krank, dann hat man schon innerhalb kurzer Zeit sein altes Leistungsniveau wieder erreicht.

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