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Trainingstipps |
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Chicago Marathon ohne Jetlag - so funktioniert es richtig
In den letzten Jahren hat sich der Chicago Marathon für deutsche
Lauftouristen immer mehr zu einer Alternative zu New York entwickelt. Deutlich
preisgünstiger und vor allem mit einer Strecke und Organisation, die
auch einen Angriff auf die Bestzeit möglich macht. Hier sprechen die
ehemaligen Weltrekordzeiten von Khalid Khannouchi und Paula Radcliffe für
sich. |
Allerdings haben viele Läufer aus Europa mit den Folgen der
Zeitverschiebung, dem sogenannten Jetlag zu kämpfen. Manch einer steht
nach einer durchwachten Nacht im Hotelbett morgens todmüde an der Startlinie
und bleibt am Ende unter den eigenen Erwartungen und Möglichkeiten.
Dabei ist es gerade in Chicago besonders einfach, mit einigen wenigen Tricks
die Folgen des Jetlag zu umgehen, denn es kommen einige günstige Faktoren
zusammen, die man so bei den Marathonläufen von Boston und New York
nicht vorfindet.
Doch der Reihe nach. Schon bei der Auswahl des Hinfluges kann man sich den
ersten Vorteil verschaffen, indem man ihn zeitlich so legt, dass er
möglichst wenig Stress verursacht. Im Idealfall fliegt man gegen Mittag
aus Deutschland ab, so dass man am frühen Nachmittag (Ortszeit) in Chicago
ankommt. Dann kann man in aller Ruhe im Hotel einchecken und anschließend
noch ein bisschen shoppen oder Sightseeing machen.
Wer morgens früher fliegt, hat zwar nach der Ankunft in Chicago noch
mehr vom Tag, muss allerdings dafür aber morgens, je nachdem wie weit
man es bis zum Flughafen hat, nach einer kurzen Nacht schon extrem früh
aufstehen. Und handelt sich damit schon das erste leistungsmindernde
Schlafdefizit ein, obwohl er noch nicht einmal deutschen Boden verlassen
hat. Die Idee, dann einfach früher ins Bett zu gehen ist hier sogar
kontraproduktiv, weil man damit eine Zeitanpassung genau in die falsche Richtung
vornimmt.
Wer erst nachmittags oder noch später fliegt, ist zwar morgens ausgeruhter,
kommt aber erst spät abends in Chicago an. Und ist damit schon zu spät
für den idealen Tagesablauf, den wir nun weiter verfolgen wollen.
Gegen 18 Uhr sollte man sein Abendessen einnehmen um vor dem Zubettgehen
noch etwas Zeit zum Verdauen zu haben. Auch wenn man es gewohnt ist, zuhause
relativ spät ins Bett zu gehen, sollte man hier versuchen, schon zwischen
19 und 20 Uhr ins Bett zu kommen. Mitte Oktober ist es um 19 Uhr draußen
schon dunkel und da die innere Uhr darauf reagiert, bekommt der Körper
damit das Signal zum Schlafen. Und weil man ja schon einige Stunden unterwegs
ist (daheim ist es ja schließlich schon weit nach Mitternacht), wird
man auch entsprechend müde sein und schnell einschlafen.
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Am nächsten Morgen wird man erfahrungsgemäß schon ziemlich
früh wach, was aber nicht weiter tragisch ist. Vielmehr sollte man die
Möglichkeit nutzen, noch vor dem Frühstück einen kurzen Lauf
zu machen. Die Beine werden es einem nach dem langen Flug danken. Nach dem
Frühstück bietet sich der Besuch auf der Marathonmesse an, beim
restlichen Programm des Tages sollte man immer daran denken, dass man nicht
zu lange auf den Beinen ist. Schließlich braucht man seine Kräfte
noch für den Marathon-Sonntag. Auf keinen Fall sollte man sich aber
dazu hinreißen lassen, sich bei aufkommender Müdigkeit am Tag
schlafen zu legen, auch nicht für ein kurzes Nickerchen. Dann ist man
nämlich abends plötzlich wieder hellwach und liegt nachts mit offenen
Augen im Bett.
Auch an den folgenden Tagen bis zum Marathon sollte man weiterhin früh
aufstehen und früh zu Bett gehen und nicht versuchen den Tagesrythmus
weiter nach hinten zu verschieben, denn so ist die Umstellung gegenüber
dem heimischen Rhythmus geringer. Spätestens am Marathontag macht sich
dieses Vorgehen bezahlt, denn dann muss man sowieso früh raus.
Schließlich wird in Chicago schon um 8.00 Uhr gestartet und drei Stunden
vor dem Start sollte man spätestens auf den Beinen sein, um den Kreislauf
auf Touren zu bringen.
Wenn man sich bis dahin an diese Empfehlungen gehalten hat und auch sonst
gut vorbereitet ist, dann steht der neuen Bestzeit eigentlich nichts mehr
im Wege.
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