Projekt 2005

Das eliterunning.de-Maskottchen zur Talentförderung

Dieser Bär im eliterunning.de-Trikot, der im Laufe des Jahres 2005 von vielen prominenten Topläufern unterschrieben wurde, ist meistbietend auf ebay versteigert worden.
Das höchste Gebot lag bei 112,- Euro. Um diesen Betrag konnten sich Nachwuchsläufer bewerben.

Auch wenn wir allen Bewerbern den Preis gegönnt hätten, konnte es wie beim Laufen nur einen Sieger geben. Allen anderen danken wir für die Teilnahme und wünschen alles Gute für die weiteren Wettkämpfe.

Die Siegerin

Aus den Nachwuchsathleten, die sich um den Preis beworben haben wurde Christine Schleifer aus dem baden-württembergischen Mühlacker als Preisträgerin ausgewählt. Die 22-jährige lief im letzten Jahr zwei badische Juniorenrekorde (10 km in 34:45 Minuten beim Hamburger Alsterlauf und Halbmarathon in 1:16:51 Stunden in Karlsruhe) und wurde deutsche Hochschulmeisterin im 10 km-Straßenlauf.
Zuletzt wurde sie beim stark besetzten Bietigheimer Silvesterlauf Achte.
Wer mehr über Christine erfahren möchte, der sollte sich einmal auf ihrer sehr professionell gestalteten Homepage www.das-wieselchen.de umsehen.

Welche Athleten haben unterschrieben?

Der erste Athlet, der sich verewigt hat, ist der Kenianer Wilson Chemweno. Der 27-jährige schaffte es zuletzt, zum dritten Mal in Folge den Ratinger Neujahrslauf zu gewinnen.
Bekannt wurde er in Deutschland durch seine Rennen gegen Dieter Baumann. Beim Herborner Adventlauf 2002 musste er sich in einem Wimpernschlagfinale nur ganz knapp dem 5000 m Olympiasieger geschlagen geben, beim Crosslauf auf der Neusser Galopprennbahn drehte er dann den Spieß rum und gewann. Ende 2004 kam er beim Lauf zum belgischen Cross-Cup in Brüssel nur knapp hinter Marathon-Weltrekordhalter Paul Tergat ins Ziel.
 
Ebenfalls vertreten ist Carsten Eich. Der gebürtige Leipziger, der seit Jahresbeginn für Rhein-Marathon Düsseldorf läuft, war 1989 Junioren-Europameister über 5000 Meter. In den 90er Jahren war er ein erstklassiger Straßenläufer der auch gegen die starke ostafrikanische Konkurrenz bestehen konnte. Er hielt mit 60:34 min (Berlin 1993) sogar für einige Jahre den Halbmarathon-Europarekord. Über 10.000 Meter hat er eine Bestzeit von 28:12,46 min, seinen schnellsten Marathon lief er 1998 in Köln, als er in 2:10:55 h gewann. 2004 gewann er den Düsseldorf Marathon und wurde deutscher Meister über 10 km und Halbmarathon.
 
Die momentan beste deutsche Läuferin ist Sabrina Mockenhaupt. Als erste deutsche Läuferin überhaupt gewann sie die 10.000 Meter European Challenge. Im spanischen Barakaldo lief sie mit 31:21,28 Minuten nicht nur persönliche Bestzeit, sondern qualifizierte sich damit auch für die WM in Helsinki. Bei den Hallen-Europameisterschaften in Madrid belegte sie den vierten Platz, nachdem sie im letzten Jahr bei den Cross-Europameisterschaften Fünfte war. Im olympischen 10.000 Meter Rennen in Athen kam die Siegerländerin auf Platz 15. Über 5000 Meter hat sie eine Bestzeit von 15:03 Minuten.
 
Mit ihrer Marathon-Bestzeit von 2:23:05 Stunden, gelaufen 2002 in Paris, ist die Belgierin Marleen Renders unter den besten 50 Marathonläuferinnen aller Zeiten platziert. 1999 belegte die ehemalige Junioren-Weltrekordhalterin über 10.000 Meter beim Berlin Marathon in 2:23:58 Stunden hinter der damals Weltrekord laufenden Tegla Loroupe den zweiten Platz, nachdem sie ein Jahr zuvor an gleicher Stelle gewonnen hatte. In diesem Jahr feierte sie nach längerer Verletzungspause ein Comeback als Zweite beim Frankfurt-Marathon.
 
Dieter Baumann ist der erfolgreichste deutsche Läufer aller Zeiten. Bei den olympischen Spielen 1988 in Seoul gewann er überraschend Silber über 5000 Meter, vier Jahre später wurde er über die gleiche Distanz in Barcelona Olympiasieger. 1994 holte er bei den Europameisterschaften Gold über 5000 Meter und war 1997 der erste Europäer, der die 5000 Meter in unter 13 Minuten lief. Sein Umstieg auf die 10.000 Meter wurde 1998 mit dem Vize-Europameistertitel belohnt. Eine nie geklärte Doping-Affäre unterbrach 1999 seine erfolgreiche Karriere. Bei seinem Comeback 2002 wurde er in München nochmals Vize-Europameister über 10.000 Meter.
 
Die Spezialität von Susanne Ritter sind Crossläufe. In diesem Jahr kam sie bei den Weltmeisterschaften im französischen St.Galmier als viertbeste Europäerin auf Platz 22. Bei den Europameisterschaften in Usedom belegte sie in der Einzelwertung den 23. Platz und wurde mit dem deutschen Team in der Mannschaftswertung Vierte. Über 10 km hat sie eine Bestzeit von 33:15 Minuten, ihr Hausrekord auf der Halbmarathondistanz steht auf 1:14:26 Stunden.
 
Die Kenianerin Joyce Chepchumba gehörte in den letzten Jahren zu den erfolgreichsten Marathonläuferinnen der Welt. Zweimal gewann sie den London-Marathon, außerdem siegte sie in New York, Chicago und Tokio, beim Boston Marathon wurde sie einmal Dritte. Auch in Deutschland konnte sie bei vielen Straßenläufen Erfolge feiern. Mit 1:08:22 Stunden hält sie den Streckenrekord beim Berliner Halbmarathon.
 
Erst mit dem Umstieg auf die Marathondistanz kamen für die frühere Mittelstreckenläuferin Luminita Zaituc die größten Erfolge. Höhepunkt ihrer Karriere waren im Jahr 2002 die Leichtathletik-Europameisterschaften in München, als sie im Marathon den zweiten Platz belegte. Die gebürtige Rumänin, die jetzt für die LG Braunschweig läuft, ist amtierende deutsche Meisterin über 10 km und Halbmarathon, auf einen Start bei den deutschen Marathonmeisterschaften in Regensburg verzichtete sie jedoch. Statt dessen qualifizierte sie sich beim Marathon in Düsseldorf für die WM in Helsinki.
 
Stefan Koch vom TV Wattenscheid gehört zu den aufstrebenden Nachwuchsläufern in Deutschland. Im März gewann er überraschend den Titel bei den deutschen Halbmarathonmeisterschaften. Beim European Challenge über 10.000 Meter vertrat er die deutschen Farben und qualifizierte sich dort für die U23-Europameisterschaft in Erfurt.
 
Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) ist mit 2:19:16 Stunden, gelaufen im April in Hamburg, der derzeit zweitschnellste deutsche Marathonläufer. Beim Berlin-Marathon wurde er wie viele andere Läufer ein Opfer der warmen Temperaturen und kam erst nach 2:24:24 Stunden ins Ziel. Bessere Erinnerungen hat er an den Berlin Marathon 2002, als er deutscher Meister wurde. Bei den diesjährigen deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Ohrdruf wurde er Zweiter.
 
Eigentlich war der Kenianer Raymond Kipkoech im Jahr 2002 nur als Pacemaker beim Berlin Marathon an den Start gegangen. Doch er lief das Rennen durch und beendete es als Sieger. Mit 2:06:47 lief er die damals zehntschnellste jemals gelaufene Marathonzeit. Ein Jahr später kam er zurück nach Berlin und belegte im Weltrekordrennen von Paul Tergat mit 2:09:21 Stunden den fünften Platz. Nicht von Erfolg gekrönt war sein dritter Start in Berlin in diesem Jahr, er beendete das Rennen vorzeitig.
 
Mit ihrem Sieg beim diesjährigen Berlin Marathon wurde die Japanerin Mizuki Noguchi die drittschnellste Marathonläuferin aller Zeiten. Mit 2:19:12 Stunden stellte die 27-jährige einen neuen Asienrekord auf und verbesserte mit ihren Zwischenzeiten auch die Weltrekorde über 25 und 30 km. Ein Jahr zuvor hatte sie in der Hitzeschlacht von Athen die olympische Goldmedaille im Marathon gewonnen. 2003 wurde sie in Paris Vizeweltmeisterin im Marathon. 2002 in Osaka hatte sie sich in ihrem zweiten Marathon auf 2:21:18 Stunden verbessert. 1999 war sie Halbmarathon-Vizeweltmeisterin.
 
Die Engländerin Paula Radcliffe hat in den letzten Jahren den Marathonlauf der Frauen in neue Dimensionen gebracht. Schon bei ihrem Debüt 2002 in London hatte sie den damaligen Weltrekord nur um wenige Sekunden verpasst. Ein halbes Jahr später lief sie dann in Chicago mit 2:17:18 Stunden einen neuen Rekord, den sie 2003 in London auf 2:15:25 Stunden verbesserte. Den olympischen Marathon musste sie vorzeitig beenden, siegte aber schon kurz danach in New York. In Helsinki wurde sie in diesem Jahr Marathon-Weltmeisterin, nachdem sie zuvor schon mehrmals im Halbmarathon und im Crosslauf Weltmeisterin war. 
 
Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2002 in München sorgte der Finne Janne Holmen im Marathonlauf für die Sensation bei den Titelkämpfen. Im strömenden Regen hatte er sich früh vom Feld abgesetzt und schnell einen deutlichen Vorsprung auf seine Verfolger herausgelaufen, die ihn gewähren ließen, weil er mit einer Bestzeit von über 2:16 Stunden keine Gefahr zu sein schien. Doch Holmen verbesserte sich bei den widrigen Bedingungen um rund vier Minuten und die favorisierten Spanier reagierten zu spät, um seinen Sieg noch gefährden zu können. In diesem Jahr stieg er bei der WM in Helsinki aus.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle, die diese Aktion unterstützt haben, an die Presse für die Berichterstattung darüber, an alle die mitgesteigert haben und natürlich an die Athleten, die mit ihren Unterschriften diesen Bären erst zu etwas Besonderem gemacht haben.